Putenrollbraten

Bereits seit vielen Jahren ist es in meiner Familie Tradition, dass wir zu Weihnachten Putenrollbraten mit Rotkraut und Klößen essen, also auch schon vor meiner Keto-Zeit. 

In Sachsen sind eigentlich andere Weihnachtsgerichte typisch, so bin ich mit Bratwurst, Kartoffeln und Sauerkraut als Weihnachtsmenü aufgewachsen. Dies gehört so zum „Neunerlei“, welches im Erzgebirge Brauch hat.

Das Neunerlei ist ein alter Weihnachtsbrauch, der im Erzgebirge sowie teilweise auch im Vogtland und im Egerland am Heiligabend gepflegt wird. Kern des Neunerlei (mundartlich Neinerlaa) ist ein Weihnachtsessen aus neun Gerichten oder deren Bestandteilen, wobei diese stark variieren können. (Quelle: Wikipedia)

Seit ich mit meinen Kindern alleine lebe, konnte ich sie dafür aber nicht begeistern, und ich wollte nicht für etwas stundenlang in der Küche stehen, was dann niemand mag. Also haben wir uns gemeinsam für ein neues Weihnachtsfestessen entschieden: Putenrollbraten!

Und dieser Weihnachtsbraten passt auch perfekt in die ketogene Küche, ich musste dafür lediglich eine neue Variante für Klöße finden. Seither freuen sich meine Kinder bereits kurz nach Weihnachten wieder auf das nächste Weihnachten, denn bisher gab es dieses Festessen tatsächlich ausschließlich zu diesem Anlass 🙂 

Putenrollbraten
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Unser weihnachtliches Festessen - Putenrollbraten
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Unser weihnachtliches Festessen - Putenrollbraten
Portionen Vorbereitung Kochzeit Wartezeit Chefkoch
8Portionen 30Minuten 90Minuten 10Minuten Karen W.
Portionen Vorbereitung
8Portionen 30Minuten
Kochzeit Wartezeit
90Minuten 10Minuten
Nährwerte pro Portion
kcal: 409kcal
Fett: 26g
Eiweiß: 35g
KH: 5g
Skaldeman: 0,66
Portionen: Portionen
Zutaten
  • 1 kg Putenbrust
  • 4 Paprika je 2 rot und gelb
  • 2 EL Olivenöl
  • 100 g Bacon oder Schinkenspeck
  • 125 ml Brühe
  • 70 g Gouda idealerweise 12 Monate gereift
  • 4 EL Basilikum frisch
  • 100 g (Weide-) Butter
  • 50 g Kokosöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 Pckg. Bacon ca. 8 Scheiben
Portionen: Portionen
Zutaten
  • 1 kg Putenbrust
  • 4 Paprika je 2 rot und gelb
  • 2 EL Olivenöl
  • 100 g Bacon oder Schinkenspeck
  • 125 ml Brühe
  • 70 g Gouda idealerweise 12 Monate gereift
  • 4 EL Basilikum frisch
  • 100 g (Weide-) Butter
  • 50 g Kokosöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 Pckg. Bacon ca. 8 Scheiben
Und so wird's gemacht:
    Fleisch vorbereiten
    1. Entweder Du kaufst bereits eine fertig aufgeschnittene Putenbrust, oder schneidest sie selbst zu einer großen Platte auf.
    2. Lege etwas Frischhaltefolie auf die Fleischplatte und klopfe das Fleisch vorsichtig mit einem Fleischklopfer.
    3. Entferne die Folie wieder und würze beide Seiten kräftig mit Salz und Pfeffer.
    Füllung vorbereiten
    1. Wasche die Paprikaschoten, entkerne sie und schneide sie in kleine Würfelchen. Wirklich nicht zu groß, sonst lässt sich das dann später nicht rollen.
    2. Dünste die Paprikawürfel etwa 5 Minuten in heißem Öl (Ghee oder Kokosöl).
    3. Schneide den Bacon / Schinkenspeck in kleine Würfelchen und gib sie in eine große Schüssel.
    4. Reibe den gut gereiften Käse, am besten grob, nicht zu fein. Gib den Käse zu den Baconwürfeln in die Schüssel.
    5. Schneide so viel frischen Basilikum in kleine Streifen, bis Du etwa 4 EL hast, und gib die Kräuter zusammen mit etwa der Hälfte der gedünsteten Paprikawürfel in die große Schüssel zu den anderen Zutaten.
    6. Salze und pfeffere die gesamte Mischung, gib das Olivenöl dazu und rühre alles einmal gut durch.
    Füllen und braten
    1. Heize den Backofen auf etwa 180°C Ober-/Unterhitze vor.
    2. Verteile die Bacon-Käse-Basilikum-Paprika-Mischung gleichmäßig auf der Fleischplatte, streiche alles etwas glatt und rolle das Fleisch vorsichtig eng ein. Pass dabei auf, dass Du das Fleisch nicht zerreißt!
    3. Wickle anschließend Küchenfaden um die Rolle (siehe Anleitung weiter unten).
    4. Erhitze in einem Bräter das Kokosöl und etwa 50g Butter, und brate die Putenrolle darin von allen Seiten bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten an.
    5. Verteile nun die restlichen Paprikawürfel rund um den Braten und belege ihn mit der restlichen Butter. Lege die Baconscheiben oben drauf, damit der Braten nicht anbrennt und saftig wird.
    6. Gib nun den vorbereiteten Putenrollbraten auf die mittlere Schiene im vorgeheizten Ofen.
    7. Ca. 30 Minuten offen braten.
    8. Dann die Brühe zum Bratensaft dazugeben, das Fleisch nochmals 30 Minuten offen braten, dabei öfter (so alle 5-10 Minuten) mit Bratensaft übergießen.
    9. Den Braten zudecken (zum Beispiel mit Alufolie oder dem Deckel vom Bräter) und noch einmal etwa 30 Minuten braten.
    10. Nimm den Braten nach diesen 90 Minuten aus dem Ofen, entferne den Küchenfaden und lasse den Braten noch 5-10 Minuten ruhen.
    11. Den Bratensaft inkl. der Paprikawürfel etc. kannst Du nun pürieren, das ergibt eine leckere Bratensauce. Eventuell noch etwas Basilikum hinzufügen und nach Belieben würzen.
    12. Den Putenrollbraten in etwa 3cm breite Scheiben schneiden und mit der Sauce servieren.
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    Du kannst natürlich jederzeit auch mehr Butter auf den Braten legen, das macht ihn noch saftiger, und die Skaldeman Ratio ist auch gleich viel besser. Die Bacon Scheiben schmeiße ich danach übrigens weg, die werden nicht mitgegessen.

    Wenn Du nicht so geübt bist in der Küche und nicht weißt, wie man einen Rollbraten aufschneidet – keine Sorge. Ich hab das einmal versucht, dabei hab ich das Fleisch so richtig schön zerstört und musste einen neuen kaufen. Den habe ich dann aber auch gleich vom Fleischer schneiden lassen, der macht das jeden Tag und kann das.

    Was man aber üben kann, ist den Braten nach dem Füllen zu binden. Dafür hab ich hier ein Video verlinkt, was das Prinzip ganz gut zeigt. Du brauchst dafür lediglich kochfesten Bindfaden. Ich hab das auch schnell hinbekommen, also schaffst Du das auch.

    Einen Rollbraten binden

     

    Der gesamte Braten macht sehr satt, Du wirst also gar nicht so viele Beilagen benötigen. Wir machen wie gesagt immer Low Carb Klöße und Rotkraut dazu. Das Rotkraut kommt aus dem Glas, da kommt dann noch etwas klein gewürfelter Speck dazu, dadurch wird es schön saftig und geschmackvoll. 

    Im letzten Jahr hatten wir die Klöße nach dem Rezept aus dem Blog Erdbeer-Blüte gemacht, die waren ganz gut. Wir haben jetzt einige Rezepte nochmal probiert vor unserem Festessen und festgestellt: Uns schmecken all diese Nachbauten nicht mehr. So gibt es bei uns als Beilage zum Putenrollbraten Rotkraut und Petersilienwurzel.

    Ich wünsche Euch allen da draußen ein gesegnetes Weihnachtsfest, in beschaulicher Runde, ohne viel Stress, ohne Streit und Ärger. Macht es Euch schön!

     

     

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    2 Gedanken zu „Putenrollbraten

      • Karen W. sagt:

        Bestimmt, nur bin ich kein Slowcooker-Profi und ich möchte zu Weihnachten keine Experimente anfangen.
        Und ein bißchen mag ich es auch, mich um den Braten zu kümmern. Das gehört für mich ein wenig zu Weihnachten dazu 🙂

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