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Dein Start mit ketogener Ernährung

  • Beitrag zuletzt geändert am:3. Mai 2026
  • Beitrags-Kommentare:31 Kommentare
  • Lesedauer:14 min Lesezeit

Ich konnte kaum kochen, als ich mit Keto angefangen habe. Und ich hatte keine Ahnung, was mich erwartet. Dieser Artikel ist das, was ich mir damals gewünscht hätte zu lesen.

Keto ist eine Lebensweise

Für mich ist Keto keine kurzfristige Diät. Es ist eine Lebensweise. Ich wollte meinen Körper langfristig unterstützen — nicht möglichst schnell möglichst viel abnehmen. Das ist ein Unterschied, der sich erst nach ein paar Monaten wirklich zeigt.

Was ist die ketogene Ernährung?

Ketogene Ernährung bedeutet: sehr wenig Kohlenhydrate, viel Fett, moderates Eiweiß. Dadurch wechselt der Stoffwechsel in die sogenannte Ketose — der Körper verbrennt Fett statt Zucker als Energiequelle. Was das genau bedeutet und ob Keto zu dir passt, erkläre ich hier ausführlich.

Wenn du verstehen willst, was biochemisch passiert, wenn du in Ketose bist, habe ich das hier in der Wissenschaft hinter der Ketose genauer aufgeschlüsselt.

Die Grundlagen kurz zusammengefasst

Kohlenhydrate auf maximal 20–50g pro Tag begrenzen. Brot, Pasta, Reis, Zucker — weg. Stattdessen: Gemüse, das über der Erde wächst.

Fett ist der Hauptenergielieferant: Avocados, Olivenöl, Kokosöl, Nüsse, Butter, Ghee. Eiweiß in Maßen — Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte. Zu viel Eiweiß kann die Ketose bremsen.

Und trinken: mindestens 2–3 Liter Wasser täglich. Der Körper verliert am Anfang viel Flüssigkeit und damit Elektrolyte. Salz, Kalium (Avocados), Magnesium (Nüsse) — die sind wichtig, um die sogenannte Keto-Grippe abzufedern.

Typische Fehler am Anfang

Zu wenig Fett essen — aus Angst vor Kalorien. Versteckte Kohlenhydrate in Säften, Soßen oder verarbeiteten Produkten unterschätzen. Und Elektrolyte vergessen, weshalb Kopfschmerzen und Müdigkeit die ersten Wochen begleiten. Die fünf häufigsten Anfängerfehler und wie du sie vermeidest, habe ich hier zusammengefasst.

Bin ich in Ketose? So erkennst du es

Eine der ersten Fragen, die fast jede Anfängerin stellt. Der Körper gibt dir einige Hinweise: ein leicht metallischer oder fruchtiger Geruch im Atem, ein trockeneres Mundgefühl, manchmal mehr Energie nach einem anfänglichen Tief. Du kannst die Ketose aber auch messen — mit Ketosticks, über den Atem oder über Bluttests. Wie das genau funktioniert und was du dabei beachten solltest, erkläre ich hier.

Kein Kilo-Ziel setzen

Ich sage das mit voller Überzeugung: Kilo-Ziele helfen am Anfang nicht. Sie demotivieren eher, wenn der Körper gerade mit der Umstellung beschäftigt ist und die Waage stehenbleibt. Die Umstellung auf Ketose ist für den Körper wie Leistungssport — er hat gerade andere Prioritäten.

Nimm lieber ein Maßband und miss dich von oben bis unten. Halsumfang, Unterbrustweite, Taille, Hüfte, Oberschenkel, Unterschenkel. Schreib es auf. Nach ein paar Monaten wirst du froh sein, dass du es gemacht hast.

Schreib außerdem auf, was dich gerade plagt: Migräne, Pickel, spröde Haut, Wasser in den Beinen. Schau dann nach einigen Monaten, was sich davon verändert hat.

Wenn die Waage trotzdem nicht reagiert, obwohl du dich an die Grundregeln hältst, erkläre ich hier, woran das liegen kann.

Starte an einem Tag, an dem du Zeit hast

In Stress und Hektik fallen die besten Vorsätze als Erstes. Nimm dir Zeit, um zu verstehen, was in deinem Körper passiert, wenn du ketogen isst. Denk auch daran, was Kohlenhydrate mit dir machen — wie du dich nach einer Pasta fühlst im Vergleich zu nach einem Teller Gemüse mit Fisch.

Du musst nicht hungern. Das ist kein Witz. Keto funktioniert nur, wenn du genug isst.

Kohlenhydrate aus dem Haus räumen

Was nicht da ist, kann dich nicht in Versuchung bringen. Nudeln, Kartoffeln, Reis, Zucker, Süßstoffe, Brot, Hülsenfrüchte, alle Getreidemehle — weg. Gemüse über 10g Kohlenhydrate pro 100g am Anfang erstmal weglassen.

Was du stattdessen essen darfst: hier ist meine Übersicht der erlaubten Lebensmittel.

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Kalorien zählen oder nicht?

Nicht unbedingt — aber die Makroverteilung sollte stimmen. Maximal 30g Kohlenhydrate pro Tag, Eiweiß ca. 1g pro kg Normalgewicht (nicht Ist-Gewicht!), und Fett: mindestens 150g pro Tag, am Anfang gerne mehr. So viel, bis du wirklich satt bist.

Wenn du so ein Typ bist wie ich — Kontrolle brauchte ich am Anfang über alles — empfehle ich ein Ernährungstagebuch. Es gibt inzwischen viele gute Apps, die das Tracken leicht machen, manche sogar mit Foto-Erkennung. Gib dir eine Weile, um zu verstehen, was wirklich drin steckt — das gibt ein Gefühl für Mengen, das du danach nicht mehr brauchst. Und vergiss nicht den Kalorienbedarfsrechner — die Zahlen dort sind absichtlich höher als du denkst. Der Körper braucht das, um nicht zu bunkern.

Bitte iss nicht zu wenig. Gerade am Anfang braucht der Körper für die Umstellung viel mehr Energie als sonst.

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Was soll ich essen?

Echte, naturbelassene Lebensmittel. Eier aus Freilandhaltung, Butter von Weidetieren, Bio-Fleisch, frisches Gemüse. Vollfetter Käse, Sahne, Mascarpone. Light-Produkte gehören der Vergangenheit an.

Vegetarisch funktioniert mit Keto gut: Eier, Käse, Hüttenkäse, Nüsse, Samen, Avocados, vollfette Milchprodukte, Tofu. Vegan ist anspruchsvoller, aber machbar — der Schwerpunkt liegt dann auf Nüssen, Nussbuttern, Kokosprodukten, Avocado, Olivenöl, Tofu und Tempeh. Die Kohlenhydrate kommen bei veganer Keto schneller zusammen, weil viele pflanzliche Eiweißquellen gleichzeitig Kohlenhydrate mitbringen. Es braucht etwas mehr Planung, aber es geht.

Kauf am Anfang nicht zu viel. Probiere wenige Rezepte aus und finde etwas, das du auch schnell machen kannst, wenn der Hunger kommt. Er kommt garantiert in den ersten Tagen.

Das Wichtigste: Iss, was dir schmeckt. Lebensmittel zu kaufen, die du nicht magst, bringt nichts. Dann fühlt sich Keto wie eine Diät an — das soll es nicht sein.

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Ich habe etwa zwei Monate gebraucht, bis ich halbwegs Routine hatte. Das, was du vor dir hast, geht nicht von heute auf morgen. Das ist keine schlechte Nachricht — es ist einfach so.

Wirf über Bord, was du bisher gelernt hast

  • Fett macht nicht fett. Zucker macht fett.
  • Eier erhöhen nicht den Cholesterinspiegel. Cholesterin ist lebensnotwendig.
  • Dein Gehirn arbeitet auch ohne Kohlenhydrate. Sogar besser.
  • Die nichtalkoholische Fettleber entsteht durch Kohlenhydrate, nicht durch Fett.
  • Du wirst nicht übersäuern. Der Körper hat dafür eigene Mechanismen.
  • Keto ist nicht gefährlich für die Nieren — bei gesunden Nieren gibt es dafür keine Belege.
  • Gesättigte Fettsäuren sind nicht der Feind. Die Forschung dazu hat sich deutlich verändert.
  • Du brauchst keine Kohlenhydrate als Energiequelle. Der Körper kann sich vollständig aus Fett versorgen.

Und was auch immer man dir sonst noch erzählt: hinterfrage es.

Mach dir einen Essensplan

Vorausdenken hilft enorm. Wenn du weißt, was du die Woche über essen wirst, kaufst du das Richtige ein und kommst nicht in Versuchung. Schreib dir Einkaufslisten — die helfen in den ersten Wochen mehr als jede App. Wer weiter denken will: Mealprep macht den Alltag deutlich einfacher.

Iss, wenn du Hunger hast

Du darfst auch nach 18 Uhr essen. Du wirst deinen Stoffwechsel damit nicht bremsen. Snacks braucht dein Körper eigentlich nicht — das ist eine Gewohnheit, keine Notwendigkeit.

Fett langsam steigern

Ich trinke jeden Morgen einen Bulletproof Coffee mit 35g Kokosöl. Wer das nicht gewöhnt ist: der Verdauungstrakt braucht Zeit. Erstens schmeckt es nicht sofort. Zweitens läufst du danach aufs Klo. Also: langsam steigern.

Keine Brot-Nachbauten am Anfang

Gerade während der Umstellung hilft es, sich vom süßen Zeugs und von Nachbauten zu entwohnen. Das ist eine reine Kopfsache. Wenn es wirklich ein Brot sein muss: das Bäckerbrot oder das Hüttenbrot sind beide gut.

Was tun, wenn die Keto-Grippe kommt?

Die meisten Anfängerinnen erleben in den ersten Tagen einen Einbruch: Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schlappheit, manchmal schlechte Laune. Das ist die sogenannte Keto-Grippe — und sie ist kein Zeichen, dass etwas falsch läuft. Sie entsteht, weil der Körper auf die Fettverbrennung umschaltet und dabei viel Wasser und Elektrolyte verliert.

2–3 Liter Wasser täglich, gerne mehr. Salze deine Mahlzeiten ausreichend, trink mal ein Glas Wasser mit einer Prise Salz. Magnesium abends hilft gegen Muskelkrämpfe. Das dauert in der Regel nicht länger als zwei Wochen. Was die Keto-Grippe genau auslöst und wie ich sie überstanden habe, erkläre ich hier ausführlich.

Keto und dein Umfeld

Das wird selten vorbereitet — und trifft die meisten dann doch. Du fängst an, anders zu essen. Und plötzlich hat die Familie eine Meinung dazu. Die Freundin beim Brunch fragt, warum du das Brot wegschiebst. Der Kollege macht Witze. Der Partner wundert sich, warum es abends keine Pasta mehr gibt.

Ich habe am Anfang viel erklärt. Irgendwann aufgehört. Ein Satz hilft bei vielen Diskussionen: „Ich vertrage das nicht gut.“ Jemand mit Zöliakie oder Diabetes muss auch nicht jedes Mal seine Ernährung erklären. Du auch nicht.

Praktisch hilft es, beim Kochen für die Familie Gerichte zu wählen, bei denen du die Beilagen einfach tauschst — Kartoffeln für andere, Gemüse für dich. Niemand muss sich umstellen, damit du es kannst. Und unterwegs oder im Restaurant ist Keto einfacher als du denkst.

Wenn ein schlechter Tag kommt

Ich hab auch zwei Monate gebraucht. Fehler mache ich auch jetzt noch. Da hilft nur: Fehler erkennen, schauen wie es besser gehen könnte, und dann einfach weitermachen. Jeder hat mal klein angefangen.

Was mir sehr früh geholfen hat: Keto nicht als Plan zu verstehen, den ich befolge, weil mir jemand gesagt hat was ich essen soll. Sondern als Konsequenz aus dem, was ich selbst in meinem Körper beobachte. Wenn ich etwas esse und es tut mir nicht gut – das ist der Grund, es wegzulassen. Nicht weil es in irgendeinem Ernährungsplan steht. Dieses Verständnis hat dafür gesorgt, dass ich nie wieder in alte Muster zurückgefallen bin. Weil die Entscheidung meine war, nicht die von jemand anderem. Ob du cheaten darfst, beantworte ich hier: ketogene Ladetage.

Noch mehr im Blog

Ich habe viele Artikel mit Tipps und Tricks, Rezepten und persönlichen Erfahrungen. Und falls du gerade erst anfängst: Die 10 Dinge, die ich beim Keto-Start nicht wusste, ist ein guter nächster Artikel für dich.

Schreib mir gerne in den Kommentaren, wenn du eine Frage hast.

Und dann?

Den wichtigsten Schritt hast du geschafft — den Zuckerentzug. Jetzt geht es darum, deinen eigenen Weg zu finden. Lass diese Ernährung Normalität werden. Lern, Diskussionen auszuhalten. Du isst jeden Tag tolles, echtes Essen — lass dir das nicht kleinreden.

Diesen Weg bist du selbst gegangen. Erinnere dich immer wieder daran. 🙂


Du merkst beim Lesen, dass hinter Keto mehr steckt als Makros und Lebensmittellisten? Im Soul Circle begleite ich Frauen, die Keto als Lebensweise leben wollen. Komm in den Soul Circle.

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Karen Wiltner
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Dieser Beitrag hat 31 Kommentare

  1. Magdalena

    Ich finde diese Seite wirklich seeehhhr umfassend und nicht so oberflächlich wie andere. Ich hatte schon einmal einen Anlauf für ketogene Ernährung, aber das hat sehr schlecht geklappt und einige Informationen hier hätten mir wirklich weitergeholfen. Ich möchte nun nach 20 Jahren chronischer Migräne und einer Vielzahl anderer Erkrankungen endlich loslegen, da das im Grunde das Einzige ist, was ich noch nicht vollständig probiert habe und für jedes Zipperlein Sinn macht. Allerdings bin ich schwanger und nicht sicher, ob und auf welche Weise ich da einsteigen sollte. Da es mir in den Schwangerschaften grundsätzlich mit vielem besser geht, wäre der Zeitpunkt taktisch gesehen gut, da ich viel weniger das Bedürfnis nach Kohlenhydraten habe und auch kaum Entzugsbeschwerden, aber ich weiß nicht, wie das gesundheitlich aussieht und von Ärzteseite heißt es ja sowieso immer nur: bloß nicht. Egal wann. Aber als man mir nun wegen einem leichten Schwangerschaftsdiabetes kohlenhydratreiche Ernährung (halt Vollkorn statt Zucker) auf viele kleine Mahlzeiten verteilt und Lightprodukte und wenig Fett empfohlen hat, ist mir der Kragen geplatzt. Vollkommen hirnrissig, wieso sollte DAS helfen. Da würd ich am Liebsten gleich loslegen.

    1. Karen Wiltner

      Liebe Magdalena,
      ich bin ja keine Ärztin und kann da nur aus meiner Sicht als zweifache Mutter einen Rat geben.
      Der Körper einer Frau in einer Schwangerschaft weiß ziemlich genau, was er braucht, und was er nicht braucht. Du darfst da also gerne auf Dich selbst hören, wenn Du gerade jetzt viel weniger das Bedürfnis nach Kohlenhydraten hast. Ich würde es langsam angehen, und nicht gleich voll krass mit 30g KH oder weniger starten. Vielleicht beginnst Du mit 50g KH und schaust, wie es Dir damit geht.
      Ich kann nur sagen: Wenn ich das damals bei beiden Schwangerschaften schon gewusst hätte, ich hätte sofort mit Keto gestartet und dann auch meine Kinder gleich so ernährt.
      Hör auf Deinen Körper und tu, was Dir gut tut. Und vor allem: Genieße die Schwangerschaft! 🙂
      Liebe Grüße und alles Gute für Euch, Karen

  2. Steffi

    Hallo Karen,

    Vielen Dank für die Hilfreichen Tipps.
    Ich bin auch gerade am Anfang der Ketogenen Lebensweise (2 Wochen) mit Lipödem im Stadium 1.

    Die ersten 5 Tage lief es ganz gut. Seit dem 6. Tag plagen mich unheimliche Bauchschmerzen mit extrem aufgeblähtem Bauch.

    Ich trinke in der früh einen Kaffee mit einem Tl Butter und 1 Tl mct Öl.
    Mittags gibts meistens Salat oder Fisch und auch Gerichte aus deiner Rezeptesammlung. Zwischendurch mandeln oder pekanüsse.

    Mache ich etwas falsch?

    1. Karen Wiltner

      Hallo Steffi,
      ich vermute, das war für den Anfang zu viel Fett auf einmal.
      Geht es denn jetzt inzwischen etwas besser?
      Entschuldige die späte Antwort, ich war lange nicht online.
      Liebe Grüße, Karen

  3. Anke Herbert

    Hallo liebe Karen,

    ich bin unendlich dankbar, dass ich deine Seite aufgerufen habe. Ich bin nun endlich nach 7 Wochen Ketogen adaptiert. Das war eine schlimme Zeit für mich, denn vor 3 – 4 Jahren war nach 2-4 Wochen bei mir ein wahnsinniger Erfolg da. Den hatte ich dieses Mal vermisst und habe dank dir nicht aufgegeben. Ich habe nun nach 7 Wochen und 3 Tagen endlich Erfolg, was meine Umfänge betrifft. Auf der Waage ist es immer noch so, dass ich nicht ein Gramm abgenommen habe im Gegenteil sogar. Manchmal habe ich ein Kilo mehr auf der Waage. Sag mal, weisst du warum man immer wieder aus der Ketose fliegt, obwohl das Verhältnis von Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate perfekt ist?! Ich habe mal einen Wert, von 1,0 und dann 4 Stunden später zum Beispiel nach dem Essen 0,3 wobei man ja sagt unter 0,5 ist man nicht in der Ketose? Woran liegt das? Danke für den Kalorienrechner, der hat mir auch sehr gut geholfen endlich mehr zu essen. Ich melde mich auf jeden Fall wieder und hoffe, dass du mir antwortest. Liebe Grüße Anke

    1. Karen W.

      Liebe Anke,
      so richtig keto-adaptiert ist man erst nach einigen Monaten, bis dahin ist es völlig normal, dass die Werte schwanken. Und auch dann sind sie nie auf einem bestimmten Level.
      Auch sind nur Werte vergleichbar, die man zur selben Zeit gemessen hat. Daher reicht es völlig aus, einmal täglich zu messen, nämlich früh morgens nach dem Aufstehen, noch nüchtern. Ansonsten hat ja jedes Essen tagsüber einen Einfluss auf den Wert.
      Liebe Grüße, Karen

  4. Dagmar Fahrenkroog

    Dein Blog ist einfach Super.

    Ich beschäftige mich erst seit 2 Wochen damit. Hier ein Buch da ein Buch. Viele Kommentare. Bin ganz wuschig im Kopf geworden.

    Jetzt endlich finde ich Klarheit. So viel kompremiertes Wissen und gute Tipps.
    Hätte ich Deine Einkaufsliste gehabt hätte ich nicht eine Woche auf Suche gehen müssen. Hat mich aber auch nicht dumm gemacht.

    Ich habe mich vorher Kohlehydratfrei und fettarm ernährt.
    Das wird jetzt wohl ersteinmal ungewohnt sein.

    Was mich wundert ist die Frage nach Sport, wobei erst nach 2 Stunden täglich Sport als Sport gesehen wird.
    Ich mache täglich eine halbe Std. und 2 mal in der Woche 1 Std.

    So jetzt werde ich gut motiviert und informiert weiter machen .

    Und wenn ich es besser verstehe freue ich mich es an meine Patienten weitergeben zu dürfen.

    Liebe Grüße
    Dagmar

    1. Karen W.

      Liebe Dagmar,
      ich freue mich, dass Du hierher gefunden hast, und dass Dir der Blog gut hilft.
      Ich wünsche Dir viel Erfolg!
      Liebe Grüße, Karen

  5. Diana

    Hallo Karen, Zunächst mal vielen Dank für die sehr informative und strukturierte Seite. Ich hatte mich ja schon nach dem Ketonix informiert. Danke für deine Antwort. Am 3. Tag der Umstellung ging es mir heute Vormittag nicht so gut. Ich bin dann auf den Begriff „Keto-Grippe“ gestoßen. Der Tipp mit dem Salz im Wasser hat auch schnell geholfen. Wie ist es mit Brühe? In meinen Vorräten (Bio) ist entweder Reismehl, Maisstärke oder sogar Karamellzucker drin. Ich kenne das mit Brühe vom Fasten. Da werden 1-2 Gläser Brühe am Tag (zum Salz auffüllen) empfohlen. Warum wird das bei der Keto-Umstellung nicht auch direkt empfohlen? ..um die Symptome zu mildern oder gar nicht erst aufkommen zu lassen.

    1. Karen W.

      Es gibt da unterschiedliche Empfehlungen, die einen empfehlen direkt eine Brühe, die anderen empfehlen einfach nur Salz, um die Symptome der Ketogrippe abzumildern. Es gibt ja viele, die überhaupt keine Brühe mögen, daher empfehle ich grundsätzlich immer erstmal Salz. Wo man das dann rein macht, ist einem ja selbst überlassen.
      Da sollte man dann aber lieber selbst Brühe herstellen, wie Zb die leckere Knochenbrühe hier im Blog. Bei gekaufter hat man ja oft das Problem der Zutaten, wie Du schon schreibst.
      Liebe Grüße, Karen

  6. L.M.

    Liebe Karen
    Nochmals zum Eiweiss: Könntest du uns empfehlen, wie damit umzugehen ist? Ganz grundsätzlich und allgemein – Unabhängig vom eigenen Gewicht. Woeviel wäre das Maximum?
    Und was hältst du vom ungesunden Fett in Käse, Rindfleisch, Würsten?
    Ganz herzlichen Dank und lieben Gruß
    Luna

    1. Karen W.

      Das Maximum kann man sehr schnell herausfinden, indem man regelmäßig früh morgens die Ketonkörper im Blut misst und schaut, mit wie viel Eiweiß man noch in Ketose ist.
      Nur so kann man das für sich persönlich herausfinden, alles andere – auch die Angaben in meinem Rechner – sind nur Richtwerte.
      Wurst gibt es bei mir gar nicht, weil da fast immer auch Zucker zugesetzt ist. Gegen gutes Rindfleisch, idealerweise vom Weiderind, ist nichts auszusetzen, und bei vollfettem Käse ohne irgendwelche Zusätze sehe ich jetzt auch nichts, was dagegen sprechen sollte. Ich sehe tierisches Fett auch nicht als ungesund an.
      Liebe Grüße, Karen

  7. Anka

    Hallo Karen,
    ich hab das Problem, dass ich mich mit Laktose nicht so gut verstehe und deshalb meist Milchprodukte nutze, die laktosefrei sind. Da ist ja nun aber immer Zucker enthalten… wie mach ich das denn am besten? Also Milch muss sein, ich trinke Kaffee mit Milch, ebenso teilweise Tee, beim Käse ist es ja egal, aber Wurst, Quark, Joghurt, Sahne… *seufz* da ich viele Gemüsesorten nicht gut vertrage, muss wäre ein Verzicht von Milchprodukten für mich echt hart.
    Hast Du vielleicht eine Idee?
    Lieber Gruß und vielen dank für die tolle Seite!
    Anka

    1. Karen W.

      Hallo Anka,
      Du könntest auf Mandel- oder Kokosmilch umsteigen, das machen einige so.
      Oder vielleicht doch einfach mal den Verzicht darauf probieren. Denn oftmals ist das alles nur Gewohnheit, und wenn man sich mal drauf einlässt, ist es gar nicht so schwer, darauf zu verzichten.
      Liebe Grüße, Karen

  8. L.M.

    Hallo Karen
    Erstmal ebenfalls vielen Dank für den sorgfältig geschriebenen Text.
    Ich kenne die ketogene Ernährungsweise gut. Was mir immer noch unklar ist: wieso darf man nicht mehr Eiweiß essen, bzw. Ist es überhaupt so? Meine Ernährungsberaterin hat dies in ijrer Ausbildung nicht so gelernt – sondern, nur dass man keine Kohlenhydrate essen soll. Dss Verhältnis zw. Protein und KH sei nicht wichtig. Kannst in deoner Antwort ev. auch etwas ausholen. Muss man so viel mehr Fett als Protein zu sich nehmen? Wp isz dss Maximum an Protein (bin 1.73 cm gross)? Mei Ziel: zu Beginn möglichst rasch abzunehmen.
    Vielen Dank und herzlichen Gruss
    Luna

    1. Karen W.

      Hallo Luna,
      den tatsächlichen Eiweißbedarf eines Menschen kann man schlecht an Größe oder Gewicht festmachen, das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Die Angaben in meinem Rechner sind daher auch nur Richtwerte.
      Dass es ggf. zu viel Eiweiß war merkst Du daran, dass Du nicht in Ketose kommst.
      Viele Grüße, Karen

  9. Luciana

    Ich habe ein nachbauten vom Snack gemacht ? wenn der Heißhunger kommt und es hat ein kleines Stücken gelang um den Heißhunger auf süßes zu stillen: Schwiegermutter hat’s auch geschmeckt ?? aber bin erst seit paar Tagen erst dabei und würde es mit Paleo kombinieren also alles frisch und ohne Zusätze im essen / ich mag Käse und Milchprodukte

  10. Laura

    Hey Karen. Mal eine Frage…. ich hab auch ein lipödem und finde das was du so schreibst sehr interessant. Meine Frage ist ob es bei der ketogenen Ernährung auch so etwas wie einen “ cheat day “ gibt also einen Tag in der woche wo die verbotenen Lebensmittel erlaubt sind?? LG Laura

    1. Karen W.

      Hallo Laura,
      so ein Cheat-Day in der Woche ist hier nicht vorgesehen. Denn warum sollte man Lebensmittel essen wollen, die man für sich ja als ungesund betrachtet? 😉
      Ganz liebe Grüße, Karen

  11. Isabelle

    Ich leide unter Hashimoto, ist es dann kein Problem sich so zu ernähren? Ich bin nicht richtig eingestellt da , dass bei mir sehe schwer ist.

    1. Karen

      Hallo Isabelle,
      ich habe auch Hashimoto, und mir geht es mit der Ernährung sehr viel besser. Ist also gar kein Problem, im Gegenteil 🙂
      Liebe Grüße, Karen

    1. Karen Wiltner

      Es dauert so etwa 6 Monate, bis sich der Körper vollständig mit jedem einzelnen Stoffwechselprozess an die Ketose angepasst hat. Wenn man das durchhält, hat man zum Beispiel beim Sport mehr Kraft als vorher, mehr Ausdauer, mehr Konzentration usw. 🙂

    2. Vielen Dank.
      Wird halt immer erzählt und geschrieben das man nach drei vier Tagen in die Ketose kommt und nach ca vier Wochen sich der Körper komplett umgestellt hat. Ist halt schwierig bei so vielen Meinungen.

    3. Karen Wiltner

      Es kommt auch ein wenig darauf an wie man vorher gegessen hat und welche Erkrankungen man mit sich rumschleppt. Hat man vorher zum Beispiel schon LCHF gegessen und der Körper kennt das Prozedere, kann es schneller gehen. Hat man einige Autoimmunerkrankungen, kann es länger dauern.