Mein Blog und ich

Hi, schön dass Du hier bist!

FB_KarenIch bin Karen. Mit meinen beiden Töchtern lebe ich in Dresden, arbeite in einem IT-Unternehmen als Projektmanagerin und IT-Service Managerin. Und seit Anfang 2016 habe ich ein neues Hobby – diesen Blog hier.

Es ist, als wäre mein gesamtes Leben auf den Kopf gestellt.

Noch nie in meinem Leben habe ich gerne Sport gemacht. Ich war mir immer sicher, ich kann nicht kochen und auch sonst bin ich alles andere als eine gute Hausfrau. Auch war ich seit der Geburt meiner zweiten Tochter nur noch eins: Dick. Das belastet persönlich, man fühlt sich minderwertig, und das färbt auch auf die Arbeit ab. Ich hatte unendliche Minderwertigkeitskomplexe und war sowieso der Meinung, die gesamte Welt ist besser als ich.

Viele Diäten habe ich ausprobiert … FDH, Almased, „ausgewogene kalorienreduzierte Ernährung“, Low Carb High Protein, Low Carb, Low Carb High Fat. Manches hat kurzfristig etwas gebracht, manches machte alles nur noch schlimmer. Meine bisherige „Abnehm-Karriere“ habe ich für Euch in meiner Geschichte zusammengefasst.

Manchmal ändert eine Entscheidung alles.

Seit ich mich für eine ketogene Ernährung entschieden habe, fühle ich mich wie neu geboren und gehe wieder selbstbewusst durchs Leben. Und es ändert sich noch immer so wahnsinnig viel!

Sport ist zu einem Teil meines Lebens geworden, in der Küche koche und backe ich ständig neue Rezepte und versuche mit immer häufigerem Erfolg, meine Kinder damit zu begeistern. 

Seit je her war ich ein wissbegieriger Mensch. Ich möchte gerne alles verstehen, begreifen, lernen. Ständig bestrebt, alles in eine Balance zu bringen. Genau das hatte ich für mich nicht geschafft. Was mich in Sachen Ernährung am meisten gewurmt hat war schon immer: „Warum, verdammt noch mal, nehme ich nicht mehr ab? Was mache ich falsch? Warum bekomme ich das einfach nicht hin?“

DIE GRÖSSTE HERAUSFORDERUNg

In meinem Leben hatte ich noch nie gerne viel Zeit in der Küche verbracht. Am Kochen hatte ich nie Spaß und Essen war eher ein „Muss“ – auch wenn ich oft aus Frust einfach zu viel gegessen habe. Das war dann aber gleichzeitig auch die größte Herausforderung für mich am Anfang der Ernährungsumstellung. Was esse ich überhaupt?

Jetzt im Nachhinein kann ich sagen: Ich habe mich zwar früher jedes Mal mit einer Diät beschäftigt, vielleicht auch mit Ernährung, aber nie mit mir selbst. Und eine Ernährungsumstellung ist ja immer auch eine Veränderung der Lebensweise. Die fand bei mir nie statt.

Die ketogene Ernährung bedeutete eine 180-Grad-Wendung in meinem Leben. Ich kann Essen wieder genießen und habe kein schlechtes Gewissen mehr. Denn ich kann mich vollständig satt essen – solange ich die richtigen Lebensmittel wähle. Aber das ist leicht, denn ich darf alles weglassen, das mir vorher Bauchschmerzen und aufgequollene Beine beschert hat: Obst und Kohlenhydrate überhaupt.

Einmal das Leben komplett umgekrempelt

Die größte Veränderung ist aber eine andere.

Mein ganzes Leben lang habe ich mich für mich selbst geschämt. Dafür, dass ich so dick war, es einfach nie hinbekam abzunehmen und und und. Ich fand, ich war nie gut genug für irgendwas. Egal was.

Mit der intensiven Beschäftigung mit der ketogenen Ernährung beschäftigte ich mich erstmals überhaupt wirklich mit mir, und lernte viel über mich selbst. Plötzlich war nicht immer alles nur schlecht, ich begann meinen Körper zu verstehen und zu lernen, was er eigentlich von mir will.

Ich lernte im Internet, bei Facebook und in diversen Gruppen interessante Menschen kennen, die ebenso wie ich gerade den Weg der ketogenen Ernährungsumstellung beschritten. Vieles lernte ich von anderen, vieles kann ich anderen dafür weitergeben. Inzwischen tue ich das ja auch hier in meinem Blog.

Das allein ist bereits eine besondere Veränderung.

KEINE DIÄT, SONDERN eine LEBENSEINSTELLUNG

Für mich ist die ketogene Ernährung keine Diät, mit der ich in einer bestimmten Zeit ein bestimmtes Gewicht erreichen möchte. Das Gewicht sehe ich als „Nebenwirkung“ an.

Für mich ist es eine Lebenseinstellung. Ich darf es mir erlauben, endlich wieder zu leben…

In meinem Blog hier möchte ich meine Erfahrungen mit Dir teilen, vielleicht erkennst Du Dich ja wieder und ich kann ein bisschen Motivation abgeben. Natürlich war nie immer alles problemlos, auch das werde ich gern Stück für Stück berichten.

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Lesen und freue mich auf einen regen Austausch mit Dir!

Eure Karen

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Bloggerin bei Ketogen Leben
Ich schreibe in meinem Blog über ketogene Ernährung und wie diese dabei hilft, trotz Lipödemen und Hashimoto gesund zu leben. Du findest hier interessante Informationen, Tipps, Erfahrungen und leckere Rezepte.
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4 Gedanken zu „Mein Blog und ich

  1. Wolfgang Rogatti sagt:

    Hallo Karen, ich bin seit ca. 5 Wochen eifriger und voll überzeugter Low-Carber. Bei der Vielfalt zu diesem Thema im Internet, kann man teilweise recht unterschiedliche Meinungen und Ansichten erkennen. Mein Anliegen ist es, den genauen Zeitpunkt des Endes der Keto-Adaption bei mir festzustellen. Dr. Strunz meint mit seiner unbescheiden Lässigkeit, dass man nach ca. einer Woche „durch“ ist und dann fit ist wie ein Turnschuh. Darauf warte ich nun schon seit 4 Wochen. Dann stößt man auf Dr. Wolfgang Lutz sein Buch „Leben ohne Brot“ und findet dann, wenn man sich durch seine wissenschaftliche Schreibweise durchgekämpft hat, dass dieser Vorgang bis zu einem Jahr dauert. Jetzt habe ich mir Ketostix gekauft in der Hoffnung, etwas Klarheit zu diesem Vorgang zu bekommen. Aber auch hier bin ich noch nicht so recht weitergekommen. Tagsüber zeigt der Streifen 0 mg/dL an und Abends bis zu 15 mg/dL. Es konnte mir noch niemand, auch die Apothekerin, zu diesen Phänomen eine klare Auskunft geben (ich bin kein Diabetiker). Ansonsten fühle ich mich rundum wohl ohne irgendwelche Unpässlichkeiten wie Anfangs. Jetzt bitte ich Dich, mir aus deinem Erfahrungsfundus etwas auf die Sprünge zu helfen, sodass ich wieder einen Schritt weiter komme.
    Danke für Deine Bemühung und beste Grüße
    Wolfgang

    • Karen W. sagt:

      Hallo Wolfgang,
      oh ja, das kenne ich … da sucht man was im Internet, findet zu einem Thema 5 Seiten und 10 verschiedene Meinungen. Und ist hinterher auch nicht schlauer als vorher.
      Okay, ich versuche mal, das bestmöglichst zu erklären.
      Den ärgsten Zuckerentzug hat man nach 2-3 Tagen hinter sich. Die wichtigsten Organe im Körper haben nach etwa 2-4 Wochen gelernt, mit den Ketonkörpern umzugehen. Das merkt man daran, dass die Müdigkeit aufhört und man mehr Energie hat. Für manche fühlt sich das an wie ein „Duracell-Häschen“ :).
      Die eigentliche Keto-Adaption, also dass wirklich jede Zelle des Körpers gelernt hat, mit Ketonkörpern optimal und effizient umzugehen, dauert 6-12 Monate. Das ist ein bißchen abhängig davon, wie man vorher gegessen hat und welche Krankheiten (ob nun bekannt oder unbekannt) man mit sich herumschleppt.
      Dass man keto-adaptiert ist, merkt man u.a. daran, dass beim Ausdauersport die ursprüngliche Leistung wieder da ist und noch mehr Leistung möglich ist. Man benötigt nicht mehr dauernd etwas zu essen, sondern übersteht locker auch mal einen ganzen Tag ohne Essen, ohne Verlust der Konzentrationsfähigkeit, oder dieses Gefühl, man müsste vor Hunger gleich jemanden überfallen. Man kann problemlos 1-2h trainieren, ohne vorher großartig essen zu müssen, vor allem auch ohne Kohlenhydrate. Auch hat man eine stabile gute Laune.
      Man kann es auch messen, allerdings nicht mit den Keto-Stix, denn die Streifen zeigen irgendwann mal nichts mehr an. Auch ist der Wert auf den Keto-Stix sehr stark abhängig davon, wie viel man tagsüber getrunken hat. Sinnvoll ist wirklich nur eine Messung im Blut. Anfangs schwanken die Ketonwerte im Blut sehr von niedrig (0,1) bis hoch (2-3), das liegt daran, dass der Körper noch nicht weiß, wie viele Ketonkörper er wirklich produzieren muss, und es mal zu viel, und mal zu wenig ist. Ist man keto-adaptiert, pendelt sich der Wert meist bei einem bestimmten Wert ein und steigt bzw. fällt nach einer Mahlzeit auch nicht mehr so sehr. Außerdem bleibt der Nüchternblutzucker konstant niedrig.
      Alles in allem merkt man die Keto-Adaption daran, dass man jede Menge Energie hat und teilweise auch weniger Schlaf braucht, sich aber trotzdem fit fühlt.

      Ich hoffe, ich konnte etwas Licht ins Dunkel bringen? 🙂

      Alles Liebe, Karen

  2. Wolfgang Rogatti sagt:

    Hallo Karen,
    das liest sich alles klar und aufgeräumt und ich bedanke mich herzlich für Deine Bemühung.
    Nun noch kurz etwas über mich und meiner sportlichen Leidenschaft: Rennrad, /MTB Fahren. Ich beteilige mich jedes Jahr an dem Riesenevent „Nove Colli“. Das ist ein Rennradrundkurs in Italien von 205 Km und findet dieses Jahr am 21. Mai statt. Da das wahrlich kein Kindespiel ist, habe ich Bedenken, dass ich bis dahin noch nicht „durch“ bin. Nun ja, ich werde mich in Geduld üben und es einfach auf mich zukommen lassen. Wenn’s Dich interessiert, werde ich über diesen Weg berichten, wie es mir ergangen ist.

    Eine gute Zeit und beste Grüße

    Wolfgang

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31. August 2016