Trockenfleisch oder Beef Jerky selbst herstellen

Trockenfleisch oder Beef Jerky selbst herstellen

Beef Jerky oder auch Trockenfleisch oder Dörrfleisch selbst machen. Wie geht das? Das lest ihr in desem Gastbeitrag von Marlis.

Marlis habe ich vor einiger Zeit bei einem unserer Community Treffen in Dresden kennengelernt, und wir haben uns gleich ins Herz geschlossen. Auch bei unserem letzten Treffen in Dresden war sie wieder mit dabei, zusammen mit ihrer Tochter – die sich ziemlich gut mit meiner Tochter verstanden hat. 2 Keto-Familien quasi 🙂 

Marlis lebt seit Mitte Dezember 2017 ketogen, sie baut vieles für die ketogene Ernährung selbst an und hat auch eigene Tiere. Da ist es für sie klar, dass auch Dörrfleisch nicht gekauft, sondern selbst hergestellt wird. In diesem Artikel möchte sie von ihrem neuen Dörrgerät berichten, mit dem sie Trockenfleisch hergestellt hat.

Was ist Trockenfleisch?

Trockenfleisch oder Dörrfleisch ist durch Lufttrocknung konserviertes Fleisch, das sowohl aus rohem als auch aus erhitztem Fleisch oder Fleischprodukten hergestellt werden kann. (Wikipedia)

In den Supermärkten ist es auch als Beef Jerky bekannt und enthält meist ca. 10% Zucker. Nichts für Ketarier also – wenn man es nicht selbst herstellt.

In südlicheren Ländern ist es im Sommer warm genug, um Fleisch an der Sonne trocknen zu lassen. In Deutschland ist das eher weniger der Fall, daher müssen wir hier auf ein Dörrgerät zurückgreifen. Diese sind eigentlich zum Trocknen von Obst gedacht, doch warum nicht auch Fleisch dörren?

Beef Jerky – Eiweissreicher Snack

Beef Jerky eignet sich hervorragend als kleiner eiweißreicher Snack zwischendurch. Als komplette Mahlzeit ist es eher weniger geeignet. Dörrfleisch ist sehr proteinhaltig und eignet sich bestens als Snack vor oder nach dem Fitnessstudio Besuch. Du kannst es auch als Ersatz für Kartoffelchips essen, wenn Du darauf einmal Heißhunger haben solltest.

Trockenfleisch oder Dörrfleisch schmeckt hauptsächlich nach den Gewürzen, die Du für das Fleisch verwendet hast. Probiere hier also gerne ein wenig, etwas Variation kann nicht schaden.

Und Tierbesitzer werden wissen, dass Dörrfleisch auch ein wunderbarer Snack für Hunde und Katzen ist. Sie werden es lieben!

Hier kommt nun aber der Artikel mit der Anleitung von Marlis.


Beef Jerky (Trockenfleisch) selbst herstellen

Mit einem Dörrgerät hatte ich schon lange geliebäugelt und letzte Woche hat der hier gewonnen: der Aicok Food Dehydrator GGJ- 320A. Er heißt Alastor, denn er war in mehrere Kartons verpackt, so wie der Auror Alastor Moody im Feuerkelch (Harry Potter). Der Gute hat 240 Watt und seine Bedienanleitung ist zum Schießen. Beispiel: ‘Wenn die Maschine in Betrieb ist, bitte sie nicht an einem Ort aufstellen, an dem die Kinder herausgreifen können’. Bis jetzt habe ich keine Kinder reingetan…

Alastor hat fünf rechteckige Etagen, die in der Höhe verstellt werden können, indem man sie um 180° dreht. Für das Fleisch habe ich den kurzen Abstand gewählt. Die Temperatur ist von 35° bis 70° einstellbar. Es gibt keine Zeitvorwahl.

Das zukünftige Trockenfleisch sollte mager sein, denn Fett wird ranzig, leider. Meine Wahl ist auf Minutensteaks vom Rind gefallen. Eine andere Variante wären noch Rinderrouladen, diese sind bereits sehr dünn geschnitten.

Rindfleisch für das Trockenfleisch (Dörrfleisch) vorbereiten

In schmalste Streifen geschnitten, habe ich 650g Fleisch mit drei geriebenen Knoblauchzehen, 20g Selleriesalz, je einer Messerspitze Liebstöckel, Kümmel und Koriander vermengt. Wie oben schon geschrieben, kannst Du hier nach Belieben variieren.

Rindfleisch gut würzen, damit es als Beef Jerky gut schmeckt

Dann wurden die Fleischstreifen Alistor anvertraut, der sich acht Stunden lang mit 45° darum gekümmert hat.

Dörrfleisch / Trockenfleisch im Dörrautomaten

Das Ergebnis ist unschlagbar, vom Geschmack her unübertroffen, herrlich und kein bisschen zäh im Biss. Besser geht ein Trockenfleisch nicht. Es ist ca. ⅓ von der anfänglichen Masse übrig geblieben. Im Vergleich zu den Inhaltsstoffen des Beef Jerky schneidet es natürlich viel besser ab, denn hier können wir uns den Zucker sparen, von dem wir im gekauften leider um die 10% vorfinden. Ich kann nicht sagen, dass es günstiger ist, doch gleichzeitig weiß ich, was tatsächlich drin und dran ist.

Ich bewahre es in einem Schnappglas auf. Da es so lecker ist, wird es vermutlich nicht lange halten.

Fertiges Beef Jerky im Glas

Fotos: Marlis Tynior

Vorschläge für Dörrautomaten

Hier findet ihr verschiedene Angebote für Dörrautomaten, mit denen ihr dieses Trockenfleisch herstellen könnt. Getestet wurde nur das oben im Text erwähnte Gerät, ich kann also hier keine wirkliche Empfehlung abgeben.

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Karen Wiltner
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Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. Petra Penselin

    Wunderbarer Artikel. ? Wofür braucht man heutzutage trockenfleisch? ? Kenn ich aus dem wilden Westen und dem fast ewigen eisland.. Warum? ? Wie wird das gegessen? Als Mahlzeit? ? ? Neugierig ?

    1. Karen W.

      Ich kann mir gut vorstellen, dass man das Trockenfleisch gut unterwegs aus Reisen mitnehmen kann 🙂

      1. Ariane D.

        Man „braucht“ heutzutage sicherlich kein Dörrfleisch in unserer Kultur, aber es ist eine super Alternative zu Kartoffelchips und Co – richtig gewürzt macht es genauso süchtig, nur ohne schlechtes Gewissen!

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