Manche Rezepte kommen aus der Community – und die sind oft die besten. Dieses Gratin hat mir Birgit Firl geschickt, und ich habe beim ersten Lesen sofort gewusst: das muss auf den Blog.
Zucchini und Kohlrabi. Zwei Gemüsesorten, die im keto Alltag gern übersehen werden, dabei aber kaum zu schlagen sind: wenig Kohlenhydrate, schnell vorbereitet, und im Ofen verwandeln sie sich in etwas, das richtig satt macht. Das Gratin braucht keine langen Zutatenlisten. Hobeln, schichten, würzen – und dann übernimmt der Ofen. Das Ergebnis ist cremig, käsig und funktioniert sowohl als Hauptgericht als auch als Beilage.
Warum Kohlrabi öfter auf den Teller gehört
Kohlrabi landet bei vielen nur selten im Einkaufswagen – dabei lohnt er sich. Er hat einen milden, leicht nussigen Geschmack und enthält etwa 4–6 g Kohlenhydrate pro 100 g. Im Gratin verändert er seine Textur beim Backen: außen noch leicht bissfest, innen weich und fast kartoffelähnlich – ohne die Kohlenhydrate einer Kartoffel.
Wenn du Kohlrabi bisher hauptsächlich roh kennst, wird dich die Ofenvariante überraschen. Eine weitere Idee, was damit alles möglich ist: meine Kohlrabi-Kürbis-Pommes funktionieren auch gut als Snack zwischendurch.
Zucchini Kohlrabi Gratin
Zutaten
- 1 Zucchini mittelgroß
- 1 Kohlrabi
- 100 g Gouda gerieben
- 100 g Mozzarella gerieben
- 2 EL Schmand
- 100 ml Sahne
- Salz, Pfeffer, Muskatnuss
- 1 TL gekörnte Gemüsebrühe oder selbstgemachte Gemüsepaste
Anleitung
- Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Zucchini und Kohlrabi in dünne Scheiben hobeln.
- Schmand, Sahne, Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Gemüsebrühe in einer Schüssel verrühren.
- Gemüsescheiben abwechselnd in die Auflaufform schichten, jede Schicht leicht salzen, pfeffern und mit Mozzarella bestreuen. Wiederholen bis alles aufgebraucht ist.
- Würzsauce gleichmäßig über das Gratin gießen, Gouda darüber streuen.
- 20 Minuten bei Ober-/Unterhitze backen, dann auf Heißluft umschalten und weitere 10 Minuten backen, bis der Käse goldbraun ist.
DEINE PRIVATEN NOTIZEN
Nährwerte pro Portion
Was du variieren kannst
Das Rezept ist bewusst einfach gehalten – und genau das macht es so flexibel. Wer keinen Schmand hat, kann einfach nur Sahne nehmen. Die Soße wird etwas flüssiger, schmeckt aber genauso gut. Frische Kräuter wie Thymian oder Rosmarin zwischen den Schichten machen das Gratin aromatischer – besonders im Frühjahr und Sommer, wenn die Kräuter frisch zur Hand sind. Als Hauptgericht reicht ein grüner Salat daneben. Als Beilage passt es gut zu Hähnchen, Lachs oder einem Stück Fleisch vom Vortag.
Wer generell gern Aufläufe kocht, findet hier noch weitere Varianten: den cremigen Blumenkohl-Auflauf, den ketogenen Hähnchen-Avocado-Zucchini-Auflauf und das Avocado-Bacon-Gratin – alles Gerichte, die sich gut vorbereiten lassen und auch am nächsten Tag noch schmecken.
Gut vorbereiten – gut aufwärmen
Das Gratin lässt sich prima vorbereiten. Reste halten im Kühlschrank 2–3 Tage und schmecken aufgewärmt genauso gut wie frisch aus dem Ofen – eher besser, weil die Aromen durchgezogen sind. Kurz in der Mikrowelle oder bei 160 °C im Backofen aufwärmen, fertig.
Danke, Birgit, für dieses schöne Rezept. Probier es aus – und wenn du es nachkochst, schreib mir gern, wie es war.
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