Auf der Suche nach dem richtigen Laufband …

Als ich 2013 mit BodyChange und dementsprechend etwas Sport begonnen habe (siehe meine Geschichte), kam natürlich auch die Idee auf, mit Laufen zu beginnen. Joggen wurde mir ja vom Arzt quasi immer verboten, also dann eher wirklich nur Laufen, im Sinne von Walking. 

Nun war ich ja immer ein Couch Potato, Laufen an der frischen Luft gabs also wirklich nur bei allerschönstem Wetter. Das sind irgendwie nicht die besten Voraussetzungen, plötzlich zu einem sportlichen Menschen zu werden. Aber es gibt ja gute Vorsätze … Und damit ich auch nie mit der Ausrede kommen kann „Heute lauf ich nicht, ist schlechtes Wetter“, musste ein Laufband her.

Nun ist es ja nicht so, dass ich dafür massig Geld ausgeben könnte, um mir so ein Super-Hightech-Teil wie im Fitnessstudio zu leisten. Die Kriterien:

  • muss weniger als 1.000 Euro kosten
  • muss ein Körpergewicht von mind. 130kg aushalten
  • muss ein breites Laufband haben (etwa 50cm), damit ich nicht daneben trete
  • muss irgendwie gefedert sein, wegen meinen Knien und so
  • muss vollständig zusammenklappbar sein, so viel Platz hab ich in der Wohnung nicht
  • muss lang genug sein für die komplette Schrittlänge
  • darf keinen Krach machen

Wie ich dann bei der Recherche feststellte, ist das Kriterium „mind. 130kg Körpergewicht“ schon eines, wo drei viertel der Geräte im Preissegment raus fallen. Da wollen die Sportgerätehersteller, dass die „Dicken“ auch mal Sport machen, und dann sind die Teile noch nicht mal für uns geeignet. Was das soll, werde ich wohl nie verstehen.

So, die nächste Hürde war dann die Breite der Lauffläche. Damals war ich ja noch etwas breiter und hab eh etwas mehr Platz zwischen den Haltegriffen gebraucht. Dann hab ich aber die blöde Angewohnheit, dauernd über etwas zu stolpern – und wenn es meine eigenen Füße sind. Also musste gleich eine breitere Lauffläche her, um dem vorzubeugen. Die meisten Laufbänder haben eine etwa 35-40cm breite Lauffläche. Wenn man bedenkt, dass ich zu dem Zeitpunkt wo ich das Laufband gesucht habe, einen Hüftumfang von knapp 150cm hatte … kann man sich leicht ausrechnen, dass eine 35cm breite Lauffläche einfach nicht geht. Da hätte ich nie und nimmer drauf gepasst.

laufbandLetztenendes hab ich dann aber eins gefunden. Das Skandika Marathon 7.0l*. Allerdings war das bei Amazon mit 1.699 Euro zu teuer. Ich habs erstmal wieder ad acta gelegt. Einige Wochen später allerdings war es bei Amazon in der Aktion – für 800 Euro. Da hab ich dann nicht lange überlegt und es mir nach Hause liefern lassen. Und der gute Herr Spediteur war für 5 Euro Trinkgeld sogar so lieb und hat mir das ultraschwere Teil bis in den 4. Stock getragen.

Für mich als geübte Single-Frau, die zu Weihnachten eher nen Werkzeugkoffer als was zum Schminken bekommt, war das Zusammenbauen nicht wirklich ein Problem. Gekämpft hab ich mit dem Gewicht von dem Teil, aber auch das war mit ein paar Tricks zu schaffen.

laufband-hochgeklapptAlso, was kann das Teil … man kann drauf laufen, das ist klar. Es hat eine Lauffläche von 47 x 140 cm, das ist schon ganz ordentlich. Ich bin nicht einmal über meine Füße gestolpert und auch nicht hinten runtergefallen. 6 PS Motor (dauerhaft 2,25 PS (1,65 KW) bei 6 PS (4,42 KW) Maximalleistung), bis 18 km/h und 15% Steigung sind auch einstellbar.

Das Laufband kann in verschiedenste Stellungen geklappt werden, es ist auch vollständig klappbar. Das war mir wichtig. Und: Es hat ein sogenanntes Soft-Motion-Foldsystem. Das bedeutet: Wenn die Lauffläche hochgeklappt wird und die Verriegelung gelöst wird, fällt das Laufband nicht einfach runter, sondern es senkt sich langsam. So braucht man keine Angst haben, dass es einem mal auf Kopf oder Füße fällt. Zum Klappen ist keinerlei Werkzeug notwendig. Mit den Transportrollen kann man das Laufband im zusammengeklappten Zustand dann ziemlich leicht von A nach B schieben (bzw. rollen).

laufband-zusammengeklapptAußerdem hat das Laufband eine 8-fach Elastomer-Dämpfung. Ist nicht ganz so weich wie auf einem Laufband im Studio, aber man merkt sehr deutlich die Dämpfung beim Laufen. Mit einem max. Benutzergewicht von 135kg war es auch für mich geeignet, es hat sich keiner meiner Nachbarn über Laufgeräusche beschwert in den letzten 3 Jahren.

Es gibt auch einen Trainingscomputer mit vielen unterschiedlichen Laufprogrammen, die habe ich aber noch nie in Anspruch genommen – da bin ich noch nicht fit genug 🙁
Bei der Pulskontrolle sieht es ähnlich aus. Ich hab immer meinen Brustgurt drum, die Messung am Laufband ignoriere ich.

Richtig gejoggt ist meine große Tochter auf dem Laufband, das scheint wohl ganz gut zu gehen. Wenn ich jogge bin ich ja noch immer so schnell wie andere beim Gehen, aber immerhin. Es wird.

Fazit: Für den Preis, den ich damals bezahlt hatte (800 Euro) ist das Laufband echt super, ich würde es mir auch wieder kaufen. Für mich zu Hause ist es völlig ausreichend und es hat alle meine Kriterien erfüllt. Es läuft sich gut drauf. Was es aber nicht tut: Mich ständig daran zu erinnern, doch auch wirklich zu laufen – den Schweinehund muss man noch immer selbst überwinden.

Vielleicht spielt ihr ja auch mit dem Gedanken, mal ein Laufband zu kaufen und Euch helfen zumindest die Überlegungen, die ich dabei angestellt hab. Und falls Euch genau dieses Laufband zusagt: Vielleicht gibt es diese Aktionen ja auch jetzt noch ab und an und ihr seht es mal günstiger als es aktuell ist.

Amazon: Skandika Marathon 7.0l*

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Bloggerin bei Ketogen Leben
Ich schreibe in meinem Blog über ketogene Ernährung und wie diese dabei hilft, trotz Lipödemen und Hashimoto gesund zu leben. Du findest hier interessante Informationen, Tipps, Erfahrungen und leckere Rezepte.
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