Hashimoto im Griff mit ketogener Ernährung

Wer mir auch auf meiner Facebook-Seite folgt, kennt ja schon die neuesten Neuigkeiten. Hier für den Blog wollte ich etwas mehr dazu schreiben, deswegen hat es noch ein wenig gedauert.

Vor kurzem war ich wieder bei meiner Endokrinologin, um alljährlich meine Schilddrüse checken zu lassen. Ich habe ja Hashimoto mit einer Schilddrüsenunterfunktion. Als das Hashimoto vor einigen Jahren bei mir diagnostiziert wurde, waren per Ultraschall überall Knoten sichtbar, die sich dann bei der Szintigrafie als sogenannte kalte Knoten herausstellten. Als „kalte Knoten“ bezeichnet man Schilddrüsengewebe, das weniger aktiv bzw ganz funktionslos ist, während „heiße Knoten“ eher zu einer Schilddrüsenüberfunktion führen, bei der zu viele Hormone gebildet werden.

So geht es meiner Schilddrüse aktuell

In meinem Artikel 2 Jahre Keto (Teil 5) – Veränderungen hatte ich es bereits schon einmal kurz erwähnt: In der Routinekontrolle vor einem Jahr waren die Knoten in meiner Schilddrüse plötzlich verschwunden. Einfach weg. Das heißt, das Schilddrüsengewebe hatte sich wieder regeneriert und arbeitet wieder. Auch in der jetzigen Kontrolle war meine Schilddrüse im Ultraschall einfach nur top. Die Knoten sind immer noch verschwunden (und auch nicht wiedergekommen), und auch sonst sieht die Schilddrüse einfach nur perfekt aus. Hashimoto ist eine Autoimmunerkrankung, bei der der Körper seine eigene Schilddrüse angreift, bis zur Zerstörung. So ist dann auch bei mir über die Jahre die Schilddrüse immer ein Stück kleiner geworden, das ist jetzt aber gestoppt – zum Glück!

Auch die Blutwerte können sich sehen lassen. FT3 und FT4 in der goldenen Mitte, TSH ist auch super. Und auch sonst: Alle Werte, die sinken sollen, sinken auch, langsam, aber stetig. Und alle, die steigen sollen, steigen. Langsam, aber stetig. Regelmäßige Tests von Vitamin D, Selen, Jod, Eisen, Cortisol und Östrogendominanz sollten übrigens von jedem Endokrinologen durchgeführt werden. Ich bekomme auf Nachfrage (als Leistung der KK) auch noch zusätzliche Hormone, Vitamine (vor allem B-Vitamine), Mineralstoffe usw. bestimmt. So kann ich dann auch die Nahrungsergänzungsmittel weiter optimieren.

So lautete dann auch der Auftrag meiner Ärztin: Weitermachen mit der ketogenen Ernährung! Ich kann mich noch gut erinnern, dass sie am Anfang gar nicht so begeistert war von der ketogenen Ernährung. Aber die Ergebnisse geben mir ja recht, und das ist die Hauptsache.

So hab ich nun also Hashimoto im Griff, und nicht das Hashimoto mich … So muss das sein!

Die Dosis von L-Thyroxin wurde übrigens all die Jahre nicht verändert, Ich nehme schon seit Jahren täglich 75mg L-Thyroxin. Die Veränderungen kamen tatsächlich durch die Ernährung und die Nahrungsergänzungsmittel, die ich so nehme. Wer weiß, wenn sich die Werte weiter so entwickeln, kann ich vielleicht irgendwann doch noch reduzieren? Es wäre ja schon super, die künstlichen Hormone weglassen zu können.

Ursachen für Hashimoto

Die Ursachen der Hashimoto-Erkrankung sind vielfältig, und schaut man sich die Liste mal durch, sieht man auch recht schnell, was man seiner Schilddrüse gutes tun kann. Ein Auszug:

  • Leaky Gut Syndrom (darüber hatte ich auch schon geschrieben)
  • Allergien, vor allem Gluten und Milchprodukte
  • Lebensmittel, die Reizungen und Unverträglichkeiten hervorrufen, vor allem Getreide, Zucker, Lebensmittelzusätze, Fast Food und Fertiglebensmittel
  • emotionaler Stress
  • Nährstoffmängel

Alles in allem geht es also darum, auf genau das zu verzichten, was irgendwie Entzündungen im Darm oder Antikörper im ganzen Körper verursachen kann. Alles, was man irgendwie auch nur ein ganz kleines bißchen nicht verträgt. Hier war die Ketonkörpermessung im Blut für mich übrigens eine gute Hilfe. Sobald ich was gegessen habe, das ich nicht vertragen habe, gingen die Werte in den Keller oder ich bin ganz aus der Ketose geflogen. Das liegt daran, dass solche Unverträglichkeiten für den Körper purer Stress sind. Also: Für gute Ketonwerte nicht nur viel Fett essen, sondern auch unverträgliche Lebensmittel weglassen. Soja verlangsamt übrigens die Arbeit der Schilddrüse. Daher einfach weglassen, sind eh Hülsenfrüchte und nicht ketogen.

Auch Kaffee sollte man übrigens meiden, da beim Kaffeetrinken Cortisol ausgeschüttet wird und zuviel davon die Schilddrüse schwächt.

Hashimoto und der Darm

Wenn man den Umstieg in der Ernährung geschafft hat, gilt es, den Darm zu heilen. Ich hab das mit Oregano Öl und ganz viel Ballaststoffen gemacht. Ist der Darm wieder in Ordnung und in der Lage, überhaupt ordentlich Nährstoffe aufzunehmen, kann man mit Nahrungsergänzungsmitteln nachhelfen. Denn so viele Nährstoffe, wie der Körper zum gesundwerden braucht, kann man gar nicht essen. 

Jetzt könnte man denken, wenn man alles zu Essen weglässt, lebt man dann nur noch von Tabletten? Nein, überhaupt nicht. Eine darmschonende, nährstoffreiche Ernährung besteht aus viel frischem und ballaststoffreichem Gemüse, Knochenbrühe, Kokosöl und Bio-Fleisch. Das kann der Körper am einfachsten verdauen. 

Hashimoto und Stress

Ein ganz wichtiger und oft unterschätzter Punkt ist Stress. Die Schilddrüse ist ein sehr stressempfindliches Organ. Man sagt auch, sie wäre das Tor zu unserer Seele, was den Zusammenhang zwischen Schilddrüse und seelischen Themen klar unterstreicht. Oftmals zeigt eine erkrankte Schilddrüse an, dass man als Mensch in seinem Leben nicht für sich selbst einstehen konnte oder durfte. Bei einer Autoimmunerkrankung bekämpft sich der Körper selbst, so wie wir das auch oft seelisch mit uns tun. 

Wie ich gerne sage: Der Körper macht nur nach, was wir in unserer Seele fühlen oder im Kopf denken. Daher ist es umso wichtiger, eben nicht nur die Ernährung umzustellen und sich tonnenweise Vitamine zu kaufen. Nein, ohne sich um seine Seele zu kümmern, wird man wohl mit der Schilddrüse nicht so wahnsinnig viel erreichen.

Stress reduzieren, Probleme bewältigen, die Nebenniere wieder auf Vordermann bringen … das gilt es zu tun. Sich selbst anerkennen, akzeptieren, lieben lernen. Die Schilddrüse ist ein Spiegel unseres Selbst.

Schlaf und Ruhe

Vielleicht ist Yoga oder Meditation etwas für Dich? Ich habe dazu auch erst in diesem Jahr wieder gefunden, vorher hatte ich da noch nicht den richtigen Zugang zu mir. Ich kann nur empfehlen, es immer wieder zu versuchen. Es lohnt sich und ist wirklich hilfreich dabei, den Stress zu reduzieren.

Auch Schlaf ist super wichtig, denn unser Schlafhormon Melatonin steht im direkten Bezug zum Stresshormon Cortisol.

Es gibt sicher noch weit mehr, was man für sich und seine Schilddrüse tun kann, für mich sind das so die wesentlichsten Punkte. Ganz wichtig bei allem ist die Geduld. Davon brauchst Du jede Menge. Als ich mit Keto anfing, hatte ich gar nicht auf dem Schirm, dass ich damit ja vielleicht auch meiner Schilddrüse helfen könnte. Das ist quasi so nebenbei mit passiert. Ich lebe jetzt 3,5 Jahre ketogen. Nach etwa 2 Jahren waren die Knoten verschwunden, bei noch immer katastrophalen Blutwerten. Die wurden erst im letzten Jahr Stück für Stück besser. Also: Es braucht Zeit, Ruhe, Geduld und absolut keinen Stress.

Darum lebe ich weiter ketogen

Vielleicht wird ja auch durch all das verständlich, warum ich so strikt ketogen lebe. Wenn ich merke, intermittierendes Fasten ist Stress für meinen Körper, weil die Schilddrüse einfach ständig Nahrung braucht, dann lasse ich es. Wenn ich merke, wie mein Körper sofort auf Getreide reagiert, dann lasse ich es. Wenn ich merke, Stress ich nicht gut, dann lasse ich mich nicht mehr stressen. Das ist, was ich gelernt habe: Ich bin es mir wert, für mich selbst zu sorgen, damit ich gesund werden kann. Hier ist dann auch die Verbindung zu meinem Artikel von letzter Woche: Glaube versetzt Berge. Es ist wirklich so. Denn Glaube reduziert Stress, Glaube sorgt für Sicherheit. Der Glaube an sich und seine eigenen Superkräfte ist notwendig für die Schilddrüse, unser kleines Sensibelchen…

Welche Erfahrungen hast Du gemacht mit Deiner Schilddrüse und der ketogenen Ernährung? Ich bin gespannt, Deine Erfahrungen zu lesen!

 

 

Ein hilfreiches Mittel für die Schilddrüse und generell die Hormonlage ist übrigens Ashwaganda … 

IM ANGEBOT!

Bücher zu Hashimoto, die ich mir dazu gekauft habe … 

Schilddrüsenunterfunktion und Hashimoto anders behandeln: Wenn Sie sich trotz normaler Blutwerte...*
Datis Kharrazian - Herausgeber: VAK - Auflage Nr. 7 (17.03.2016) - Taschenbuch: 320 Seiten
18,99 EUR
Hashimoto im Griff: Endlich beschwerdefrei mit der richtigen Behandlung*
Izabella Wentz, Marta Nowosadzka - Herausgeber: VAK - Auflage Nr. 3 (15.12.2015) - Taschenbuch: 358 Seiten
19,99 EUR

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Ich schreibe in meinem Blog über ketogene Ernährung und wie diese dabei hilft, trotz Lipödemen und Hashimoto gesund zu leben. Du findest hier interessante Informationen, Tipps, Erfahrungen und leckere Rezepte.
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6 Gedanken zu „Hashimoto im Griff mit ketogener Ernährung

  1. dieimmerwissbegierige sagt:

    Hallo Karen, bin zufällig auf Deinen Blog gestossen, weil meine Tochter und ich uns seit 8 Wochen auch ketogen ernähren (Auslöser war ihre immer heftiger werdende Migräneanfälligkeit). Migräne ist Schnee von gestern. Allerdings hat sich folgender wunderbarer (zuerst unangenehmer) Nebeneffekt eingestellt: wir haben beide eine SD-Unterfunktion und nehme SD-Präparate ein. Durch die ketogene Ernährung kam es bei uns beiden irgendwann zu Herzrasen und innerem Zittern, sodass ich vermutete, dass wir die SD-Präparate senken müssen – und siehe da, ich habe heute die letzte Dosis abgesetzt, fühle mich pudelwohl, meine Tochter hat auch nur noch 1/4 Ihrer bisherigen Dosierungen – bin gespannt, ob der Effekt so bleibt! Mein Gedanke ist derselbe wie Deiner, dass durch die Ketose weniger Stress im Körper ist, dadurch können alle Funktionen wieder besser wahrgenommen werden. Und alle sagen, eine SD-Unterfunktion könne nicht verbessert werden, man muss lebenslang Medikamente einnehmen…. Bin gespannt, was wir noch so erleben werden! Danke für Deine tollen Beiträge und Recherchen, Du sprichst mir aus dem Herzen!

    • Karen W. sagt:

      Das klingt ja fantastisch, Klasse!
      Ich wünsche Euch beiden weiterhin viel Erfolg, und dass es immer weiter besser wird mit der Schilddrüse. Bei mir dauert es noch ein wenig mit dem Absetzen der Medikamente, aber ich glaube daran, dass das auch noch irgendwann wird. Meine Schilddrüse war halt schon ziemlich mitgenommen, die brauchte eine Weile 🙂
      Alles Liebe, Karen

  2. Krümelkekskoch sagt:

    Hi Karen, ist es nicht paradox: Da muss man erst so richtig krank sein, um von der Kasse ein paar wichtige Blutwerte spendiert zu bekommen. So langsam glaube ich, dass ich schon fast vom Glück reden kann, dass ich vor zwölf Jahren einen richtig fetten Diabetes an der Backe hatte. So kriege ich wenigstens mein HbA1c noch ins große Blutbild integriert, damit ich eine Peilung habe, wie weit ich von der Volksseuche Diabetes noch entfernt bin. Möchte nicht wissen, wie viel tausend Leute da draußen rumrennen mit Werten jenseits von gut und böse und nicht die geringste Ahnung haben, auf was für einem Pulverfass sie sitzen. Die kriegen zwar brav ihren Nüchternzucker gemessen (sofern sie überhaupt messen lassen – um ein großes Blutbild muss man ja auch schon fast betteln), aber ob der Zucker nach jedem Schokoriegel hochsaust wie eine Rakete, darüber sagt der Nüchternzucker leider gar nichts aus – von Hyperinsulinismus, der ja unbehandelt mit traumwandlerischer Sicherheit direkt in den Diabetes übergeht, mal ganz zu schweigen. Freilich kann ich bei meinem Hausarzt auch Vitamin D und jede Menge andere Werte messen lassen, aber wenn ich schon die 50 Euro für den Vitamin-D-Status komplett selbst tragen muss, frage ich nach den anderen Sachen lieber gar nicht erst.

    Manchmal habe ich schon den Eindruck, dass das Wort „Prävention“ in unserem Gesundheitssystem nicht gerade zu den Standardbegriffen gehört. Andererseits muss man natürlich auch die Leute von der Pharma verstehen, die ja auch irgendwo eine Familie zu ernähren und ein Häusle abzuzahlen haben, und auch deren Aktionäre, denen die Altersvorsorge wegbricht, wenn die Leute nicht mehr krank werden. Schon deshalb können wir uns abschminken, dass uns der Gesetzgeber in irgendeiner Weise entgegenkommt und damit einer ganzen Branche Sand ins Getriebe schmeißt. Ist halt so: Wenn wir nicht nach uns selber schauen, dann tut es niemand. Das haben leider die meisten unserer Zeitgenossen immer noch nicht kapiert.

    Vor kurzem habe ich einen Artikel über das Chronische Erschöpfungssyndrom gelesen: http://www.scinexx.de/dossier-865-1.html – Zitat: „Mediziner scheitern seit Jahren daran, die Ursache dieses rätselhaften Leidens aufzudecken“ (Stand: 11.05.2018). Vielleicht hätten die mal den Artikel https://de.sott.net/article/1006-Die-dunkle-Seite-des-Weizens lesen sollen; auf die Geschichte mit dem Darm und der Schilddrüse sind sie ja schon von selbst gekommen, und eins und eins zusammenzuzählen sollte doch nicht so schwer sein. Aber ich fürchte, die 300.000 Betroffenen werden das schon selbst tun müssen, wenn sie aus diesem Elend wieder rauskommen wollen – die Mediziner werdenʼs ganz bestimmt nicht machen, die haben an Diagnose und Therapie schon genug zu knobeln.

    Okay, ich gebʼs zu, so richtig positiv bin ich heute nicht drauf. Deshalb werde ich mir jetzt noch einen Löffel Omega-3 gönnen und dann in die Heia gehen. Und morgen gehtʼs wieder aufs Rad, dann ist die Welt wieder in Ordnung. 🙂

    Sonnige Grüße aus Westsibirien
    der Krümelkekskoch

    • Karen W. sagt:

      Hallo Krümelkekskoch,
      da gebe ich Dir absolut Recht: es ist paradox. Inzwischen habe ich gelernt, dass Ärzte (leider) nur dazu da sind, um irgendwelche Symptome zu behandeln. Für die tatsächliche Suche nach Ursachen sind die Heilpraktiker da. Es ist echt traurig.
      So bleibt nur jedem übrig, sich selbst zu kümmern. Nur leider kann sich das nicht jeder finanziell auch leisten. Ich stoße da auch manchmal an meine Grenzen, mit meiner vielen Rumprobiererei.
      Lass es Dir gutgehen, und viel Spaß auf dem Rad! Ich liege derweil noch weiter krank auf dem Sofa rum und kuriere mich aus.
      Alles Liebe, Karen

      • Krümelkekskoch sagt:

        Nun ja, ich denke, wir sollten nicht zu hart über unsere Ärzte urteilen. Immerhin sind sie fest eingebettet in das Gesundheitssystem und dieses wiederum in das gesamte Wirtschaftssystem (hatte ich ja schon weiter oben angedeutet). Da gibt es Institutionen, in denen Fachleute evidenzbasierte Leitlinien entwickeln, an die sich die Ärzte zu halten haben – im Grunde eine vernünftige Sache, die den Ärzten eine Menge Kopfzerbrechen erspart, um für ihre Patienten die richtigen Entscheidungen zu treffen. Und falls mal eine Therapie nicht die erwarteten Ergebnisse bringt (was nicht immer am Arzt liegen muss), kann sich der Arzt auf diese Leitlinien berufen und damit vermeiden, dass er von den Anwälten seiner Patienten in Grund und Boden geklagt wird.

        Nur leider sind Leitlinien eben mitunter etwas unflexible Gebilde, und da kommt es manchmal auch zu unschönen Geschichten, wenn wieder mal ein Arzt diesen sicheren Boden verlässt, weil er der Meinung ist, damit seinen Patienten besser helfen zu können. Die schwedische Ärztin Annika Dahlqvist musste zwei Jahre lang um ihre Approbation kämpfen https://lchf-deutschland.de/dr-annika-dahlqvist/ – das hätte für viele Ärzte den sicheren Ruin bedeutet. Und angesichts der Tatsache, dass die meisten Patienten nicht gerade sehr aktiv dabei sind, den Arzt in seinen Bemühungen zu unterstützen https://www.strunz.com/de/news/resignieren.html, habe ich umso mehr Verständnis dafür, dass viele Ärzte nicht bereit sind, dafür tagtäglich die Existenz ihrer Familien zu riskieren.

        Auch das mit dem „leisten können“ würde ich nicht unbedingt so stehen lassen. Freilich, jemand, der von Hartz 4 „leben“ muss, oder ein Rentner, der sich an jedem Zwanzigsten des Monats entscheiden muss, ob er in den restlichen zehn Tagen lieber essen oder heizen will (dass so etwas in einem reichen Industrieland wie Deutschland überhaupt möglich ist, das ist schon ein Thema für sich), der hat da wirklich ein Problem. Aber die Mehrheit hat durchaus noch die Möglichkeit, Prioritäten zu setzen – sie muss es halt nur tun https://www.strunz.com/de/news/arm-und-trotzdem-gesund.html. Und was die „Rumprobiererei“ angeht, da habe ich mich schon einige Male gefragt, ob es letzten Endes nicht günstiger wäre, mal eine solide Blutanalyse machen zu lassen und dann die Probleme gezielt anzugehen http://www.drstrunz.de/bluttuning.pdf. Der Sinn dahinter liegt eigentlich auf der Hand: Jede Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Und wenn du irgendein Vitamin oder eine Aminosäure zu wenig im Blut hast, dann kannst du in NEMs baden, es wird dir nichts nützen (ganz abgesehen davon, dass man einige Sachen auch nicht ohne massive Risiken überdosieren kann). Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

        Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass du jetzt bald wieder auf die Beine kommst.

        Sonnige Grüße aus dem sonnigen Süden
        der Krümelkekskoch

        • Karen W. sagt:

          Mit NEMs probiere ich gar nicht mehr so viel rum, da habe ich wohl aktuell das Optimum gefunden. Jedenfalls nach dem letzten umfassenden Bluttests zu urteilen.
          Ich probiere ja zusätzlich immer mal wieder alternativmedizinische Therapiemethoden, die man eben alle selbst bezahlen muss. Aber es geht voran, das ist die Hauptsache.
          Alles Liebe, Karen

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