Herbstkoller – und der innere Schweinehund

Nun sitze ich schon einige Tage, nein eigentlich sogar Wochen immer mal wieder hier vor dem Rechner. Der Kopf ist voller Ideen, doch ich kann sie nicht aufschreiben. So vieles erzähle ich in Gedanken, doch wenn ich anfangen will, das alles aufzuschreiben, ist der Kopf wieder leer.

Ich erinnere mich: Das fühlte sich letztes Jahr im Herbst auch schon ähnlich an. Ich habe einen Herbstkoller.

Die Tage werden wieder kälter, und vor allem auch dunkler. Es ist schon erstaunlich, wie sehr wir mit dem Universum verbunden sind, dass wir auf solche Veränderungen derart reagieren. Ich war nie wirklich eine Sonnenanbeterin, und doch fehlt die Sonne mir jetzt. Früher hatte ich wohl so etwas wie eine Winterdepression. Das ist jetzt zum Glück nicht mehr so. Ich werde etwas ruhiger, in mich gekehrter, aber eine Depression ist das nicht.

So wie die Natur sich verändert, die Bäume ihre Blätter abwerfen und die Tiere sich so langsam für den Winterschlaf fertig machen, so verändern auch wir uns mit den Jahreszeiten. Die einen mehr, die anderen weniger, schätze ich. 

Dann ist da aber noch etwas anderes dieses Jahr. Bin ich noch das ganze letzte Jahr überhaupt nicht Fahrrad gefahren, kann ich dieses Jahr nicht so recht damit aufhören. Trotz Kälte und Dunkelheit frühmorgens fahre ich jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit. Mein Weg führt mich durch den Großen Garten in Dresden, und jeden Morgen kann ich der Natur einen guten Morgen wünschen. Ich freue mich über die Tiere, die meinen Weg kreuzen, und über jeden kleinen Sonnenstrahl, den ich irgendwie erhaschen kann.

Vor ein paar Tagen stand ich dann vor der Entscheidung: entweder warme Thermoklamotten kaufen, oder wieder mit der Straßenbahn fahren. Früher, als mein innerer Schweinehund noch das Sagen hatte, wäre die Entscheidung ganz eindeutig zugunsten der Straßenbahn ausgefallen. Doch diesmal war das anders. Ich hab mir Unmengen an warmen Sachen gekauft. Und die liegen auch nicht nur zu Hause rum, sondern ich zieh sie auch an und fahre weiterhin mit dem Fahrrad!

Ein herrlich Blick auf den Sonnenaufgang über dem Palais im Großen Garten in Dresden!

Und natürlich wird auch schönes sonniges Herbstwetter genutzt, um im Großen Garten in Dresden einmal Drachen steigen zu lassen – denn dafür ist man nie zu alt.

Wer mich kennt, der weiß, dass ich immer ein Stubenhocker war. Und vor allem auch bequem! Wenn es kalt und windig draußen ist, mit dem Fahrrad zu fahren? Wäre früher noch undenkbar gewesen! Jetzt bereitet mir der Gedanke, das Fahrrad bei zu starkem Regen irgendwann auch mal stehen lassen zu müssen, schon echtes Unbehagen. 

Ein bißchen fühlt sich das unwirklich an. Bin das noch immer ich? Bleibt das jetzt so? Und wo bitte ist denn nun mein Schweinehund hin? Na, vielleicht hat der sich nun nur ein neues Betätigungsfeld gesucht und hält mich mit Freude vom Lernen für meine Ausbildung ab. 

Als ich Anfang des Jahres mit meiner NLP-Ausbildung anfing, hätte ich nicht erwartet, dass das alles mal solche Folgen haben würde. Denn genau daher stammt diese Veränderung. Bei der Ausbildung werden die einzelnen Formate ja nicht nur gelehrt, sondern auch gleich sofort ausprobiert. Und bei mir ging es eben einmal genau darum: Meinen inneren Schweinehund davon zu überzeugen, dass es nicht so gut für mich ist, wenn ich so wenig Sport mache und mich neben dem sitzenden Bürojob kaum bewege. Schon am nächsten Tag fuhr ich wie von Geisterhand gesteuert mit dem Fahrrad zur Schulung, und ab da bis auf ganz wenige Ausnahmen überallhin. Es ist ein Automatismus geworden, und so wie sich früher alles gegen die tägliche Bewegung gesperrt hat in mir, so sperrt sich jetzt alles gegen die Bequemlichkeit – zumindest was die Fortbewegungsmöglichkeiten angeht. Das ist schon alles echt erstaunlich.

Wobei es da auch noch immer auf die richtigen Sportarten ankommt. Eine Läuferin bin ich noch immer nicht, und vielleicht werde ich das auch nie. Ich lasse mich überraschen. Das wöchentliche EMS-Training gehört inzwischen fest in den Wochenplan, auch da kann ich mir nicht vorstellen, das aus Bequemlichkeit mal ausfallen zu lassen. Was es dann mal für ein Sport wird, falls ich nicht mit dem Rad zur Arbeit fahre, das weiß ich noch nicht. Vielleicht baue ich ja dann doch das Laufband mal wieder auf. Wir werden es sehen. 

Ich biete übrigens seit einiger Zeit, kostenfreie Kennenlerntermine für meine Coaching-Sessions an … vielleicht wäre das ja auch mal etwas für Dich? Ich habe da noch gar keine richtige Werbung dafür gemacht, da die Termine neben meiner regulären Arbeitszeit immer schnell wieder für irgendwas verplant sind. Schau einfach mal rein in meinen Kalender, vielleicht findest Du einen passenden Termin. Bei diesem Termin geht es wirklich nur ums Kennenlernen, ob die Chemie zwischen uns stimmt und wir besprechen die Konditionen. Danach vereinbaren wir dann weitere Termine – wenn Du magst. 

 

 

Wenn man keine Lust hat zu kochen

Wenn ich das mal jemandem erzähle, dass ich so überhaupt nicht gerne koche, dann glaubt mir das selten jemand. Denn immerhin bin ich ja so etwas, was man im allgemeinen als „Foodblogger“ nennt. Immerhin habe ich einen Blog, in dem es sich um Rezepte und generell Ernährung dreht.

Doch es ist tatsächlich so: Ich koche nicht gerne. Es gibt Phasen, da habe ich durchaus einige Ideen, meist inspiriert durch andere Rezepte, und es gibt Phasen, da bin ich absolut ideen- und planlos. So eine Zeit ist jetzt gerade mal wieder. 

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Mein Interview bei Romina

Ab und an mal werde ich gefragt, ob ich denn nicht ein Interview geben würde, welches dann in anderen Blogs oder Zeitschriften veröffentlicht. Ich bin da jetzt nicht der Typ, der unbedingt im Rampenlicht stehen möchte, so dass ich auch nicht jeder Anfrage auch zusage. 

Bei Romina vom Blog Low Carb Blog war das anders. Leider war es uns bisher nicht möglich, dass wir uns persönlich kennenlernen konnten, doch ich habe das Gefühl, dass wir viel gemeinsam haben – auch was unser Denken und das Herangehen an Themen wie Ernährung, Gesundheit und insbesondere Lipödem angeht.

So habe ich das Interview gerne gegeben und gewähre Einblicke in meinen Weg und die Veränderungen während der letzten 3 Jahre mit der ketogenen Ernährung. Manches kennt ihr vielleicht schon hier aus dem Blog, einiges ist aber doch neu. 

Wenn Du jetzt neugierig bist … das Interview findest Du hier: Ein Interview mit Karen Wiltner

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Lesen!

 

 

 

EMS Training mit Lipödem – was bringt es?

EMS Training mit Lipödem – ja, ich probiere immer wieder etwas Neues. Mit der ketogenen Ernährung habe ich ernährungstechnisch meinen Weg gefunden, und ich glaube, hier gibt es nicht mehr viel zu optimieren. Ich habe knapp 50kg abgenommen und so gut wie kein Wasser in den Beinen. Jetzt suche ich nach Möglichkeiten, die Haut noch weiter zu straffen und vielleicht sogar Muskeln aufzubauen, ohne das Lipödem wieder zu ärgern, und evtl. noch weiter das Lipödem-Fett abzunehmen. Klingt utopisch, aber das dachte ich über das Abnehmen bei Lipödem ja auch mal.

Sportlich gesehen habe ich schon viel versucht, ich hatte mit Laufen angefangen, dann doch relativ schnell festgestellt, dass das (noch) nicht meine Sportart ist. Jeder Arzt und Heilpraktiker meint, Laufen wäre das Beste für mich, ich allerdings komme da einfach (noch) nicht ran. Vor allem, weil es irgendwie so zeitaufwendig ist. Doch was kommt sonst noch so in Frage?

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Mandel-Weckle

Heute gibt es wieder ein Leser-Rezept von Doris für Euch – Mandel-Weckle.

Ich muss zugeben … Bei dem Begriff „Weckle“ musste ich als Sachse erst einmal googeln, was denn das eigentlich ist. Eigentlich ganz einfach: In Berlin und Brandenburg sind es „Schrippen“, in Schwaben und Bayern „Weckle“ . Und in Dresden eben „Brötchen“. Anderswo in Sachsen sagt man auch mal „Semmel“, wobei das eher ein doppeltes Brötchen ist. Wäre ja mal interessant: Wie heißen denn Brötchen bei Dir?

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